Reflexions (Nora)

Well, well- I’ve just rewritten parts of my play – AGAIN.

It always surprises me how much it helps to talk about the play and the characters with other people.  Thank you!

Also, Vinz and I have made an interesting new discovery about German and American theater and the differences between the way people produce plays and what they expect from a play. Although I have no idea whether this makes any sense or it’s just the sleep-gremlin talking, I’ll try to verbalise it for you:

Auf deutschen Bühnen, vor allem auf den staatlichen subventionierten Bühnen, sieht man häufig Figuren, die auf den ersten Blick beinahe blass wirken, wie Schatten scheinen; bzw., anders ausgedrückt, von denen man sich nicht vorstellen könnte ihnen tatsächlich zu begegnen. Stattdessen sind es häufig symbolisch überhöhte, Figuren mit allegorischer Bedeutung, oder aber Projektionsoberflächen für den Zuschauer, die bewusst ambivalent und unstimmig gehalten werden.

Bei der Arbeit an unseren beiden Stücken ist mir nun aufgefallen, dass es häufig um Authentizität geht, darum genau zu verstehen, wie eine Figur in einem Stück tickt und aus welchen Gründen sie so handelt wie sie handelt. Das ist meiner Meinung nach essentiell; ohne diese Arbeit am Charakter wird ein Stück schnell laienhaft und man verliert das Publikum.

Aber auf der anderen Seite finde ich auch gerade die Unstimmigkeiten in manchen Figuren anregend. Wenn eine Figur auf der Bühne nur Projektionsfläche für die Gedanken/ Assoziationen und Gefühle der Zuschauer ist, dann darf sie vielleicht gar keinen zu ausgefeilten Charakter haben? Oder entscheidet sich das bereits im Theatertext?

Wenn ich an die Inszenierung der “Wildente” im Stadttheater Augsburg, oder an “Maß für Maß” in den Kammerspielen denke, dann fällt auf, dass bei beiden Stücken Figuren zu Projektionsflächen für die Zuschauer wurden. Anstelle eines “realistischen” Dialogs, sprechen die Figuren ins Publikum hinein, dozieren beinahe… Die Reaktion von Cory und den anderen war (und ich muss ihnen da Recht geben), dass sie die Leistung der Schauspieler als nicht besonders gut einschätzten. Vieles wirkte steif und unpersönlich.  Viele Bewegungen wirkten unmotiviert, wie von fremder Hand auf die Person gepresst.  Auf der anderen Seite hat dieser – vielleicht ganz bewusst gewählte – Bruch vielleicht einen ganz eigenen Charme…

Advertisements

2 thoughts on “Reflexions (Nora)

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s